Sonntag, 4. Oktober, 10 Uhr, kath. Kirche Seewis-Pardisla

Am Sonntag, 4. Oktober, feiern wir einen besonderen Gottesdienst zum Gedenktag des heiligen Franz von Assisi. In diesem Jahr jährt sich sein Todestag zum 800. Mal. Doch was kann uns ein Mensch, der vor so langer Zeit gelebt hat, heute noch sagen?

Franziskus wurde um 1181/82 in Assisi geboren und wuchs als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns auf. Zunächst träumte er von Erfolg, Ansehen und einem Leben als Ritter. Doch nach und nach veränderte sich sein Leben grundlegend. Er begann, sich den Armen und Ausgegrenzten zuzuwenden, verzichtete auf seinen Besitz und wollte das Evangelium möglichst einfach und konsequent leben.

Franziskus sah die Welt mit anderen Augen. Für ihn waren die Armen seine Brüder und Schwestern, die Natur war nicht einfach etwas, das dem Menschen gehört, sondern Gottes wunderbare Schöpfung. Sonne und Mond, Wasser und Feuer, Tiere und Pflanzen gehörten für ihn zu einer grossen Gemeinschaft des Lebens. Gleichzeitig setzte er sich für Frieden und Versöhnung ein.

Vielleicht fasziniert Franziskus deshalb auch 800 Jahre nach seinem Tod noch immer Menschen weit über die Kirche hinaus. Seine Fragen sind erstaunlich aktuell: Wie viel brauche ich wirklich, um glücklich zu sein? Wie gehen wir mit unserer Schöpfung um? Sehen wir die Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft stehen? Und wie können wir in einer Welt voller Konflikte selbst zu Friedensstiftern werden?

Am 4. Oktober wollen wir im Gottesdienst auf diesen aussergewöhnlichen Menschen schauen nicht nur zurück auf sein Leben vor 800 Jahren, sondern vor allem darauf, was Franziskus uns heute noch zu sagen hat.

Herzliche Einladung, gemeinsam zu feiern, zu hören, nachzudenken und vielleicht ein kleines Stück franziskanischen Geist mit in unseren Alltag zu nehmen.

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